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Angelika-Benedicta Hirsch
SLOW FOOT Von München nach Venedig

Reiseliteratur, 53 S/W-Fotos von Lothar Köster, 10.10.2008, 215 Seiten

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Forum - Beiträge

2009-01-24   Thomas Striebig

Inhaltlich stark, sprachlich vorzüglich

Mit großem Vergnügen habe ich dieses Buch gelesen. Anfänglich auch mit Skepsis: Eine Art Wander-Tagebuch? Na, ja, mal ganz nett. Ja, es ist ein Wander-Tagebuch, aber es hat mit den vielen biederen Urlaubserzählungen nichts gemeinsam.

Die Autorin schreibt, als wolle sie nie wieder danach ein Buch schreiben, und das ist gut so. Denn sie gibt mit vollen Händen. Sie lässt alles an Gedanken einfließen, was man sich nur denken kann, Philosophische, Biografisches (wobei ihre Biografie offenbar wirklich schon Stoff für ein eigenes Werk hergeben könnte). Das ist eine der Stärken des Buches. Andere inhaltliche Vorzüge sind hier ja schon hervorgehoben worden.

Was mir aber nicht zuletzt auffällt, ist ihr flüssiger und fehlerloser Schreibstil. Den macht ihr beileibe nicht jeder nach.

Fazit: Das Buch schmeckt nach mehr!


2008-12-02   Susanne Schröder

Auch für Nichtwanderer

Ich bin den München-Venedig-Weg noch nicht gelaufen, aber ich habe mit meiner Freundin schon lange überlegt ob wir mal gehen. Durch dieses Buch habe ich richtig Mut und Lust bekommen, es wirklich selbst zu machen. Ich habe das Buch in einer Nacht durchgelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Meiner Freundin ging es genauso. Ich finde vor allem gut, dass Angelika schreibt, wie es wirklich war, auch die Schwierigkeiten, nicht nur dass alles immer ganz toll ist. Ich glaube, dass es ein Buch für alle ist, nicht nur für Wanderfreaks. Es regt zum nachdenken und zum wandern an.


2008-10-28   Joachim Keller

... alles ist gut so, wie es ist

Wer den Traumpfad wie ich schon einmal gegangen ist, findet sich in diesem Buch wieder, einen Teil der Erlebnisse und Erfahrungen habe ich genauso, einen Teil ähnlich gemacht. Ein dritter Teil ist neu, nicht selbst erlebt, aber gerade deshalb spannend zu lesen. Besonders die Sinnfrage zu dieser Unternehmung zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, von den anfänglichen Selbstzweifeln ("Warum tue ich mir das an?"), positiven wie negativen Erkenntnissen unterwegs bis hin zu solch befreienden und deshalb wunderschönen Sätzen wie ... "Alles ist wieder gut", "Ich bin inzwischen vollkommen zeitlos geworden", "Nur der Tag zählt".

Wer diesen Weg noch nicht gegangen ist, erhält hier eine ausgezeichnete sachliche wie emotionale Hinführung zu dieser Herausforderung und sollte sich ein Bild machen können, was ihn an Strapazen und Einschränkungen, vor allem aber an herrlichen Begegnungen mit einer grandiosen Bergwelt, üppiger Pflanzen- und Tierwelt und vielen interessanten Menschen erwartet.

Die persönlichen Erfahrungen der Autorin mit Inhaftierung und Klosterleben in der DDR sind mir in diesem Buch etwas zu ausführlich, sie sind aber sehr bewegend und ich würde darüber gerne in einem anderen Buch mehr lesen.

In knapp 1 ½ Wochen habe ich das Buch zweimal gelesen, beim ersten Mal war der eigene Weg noch zu präsent, beim zweiten Mal konnte ich mich mehr auf das Erlebte der Autorin einlasen.

Für mich der emotionale Höhepunkt des Buches ist das Gefühlsfeuerwerk auf Seite 133, 3. Absatz, in dem die ganze Freude über das Erlebte großartig zum Ausdruck kommt. Schöner kann man es kaum beschreiben. Ich scheue mich nicht zu sagen, dass mir da die Augen feucht wurden.

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