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REGELN!


Die Regeln des BuchBaum-Orchesters


 

BuchBäume sind Kulturpflanzen, aber durchaus pflegeleicht.

Da es um Wachstum und Entwicklung eines Baumes geht, beziehen sich die Regeln stets lokal auf einzelne Äste und ihre Umgebung.

Sie verhindern langfristig eine Verwucherung der Struktur und die Vereinnahmung durch Einzelne.

Vegetative Regeln

Inzestverbot: Niemand darf seinen eigenen Folgetext schreiben.

Stammbindung: Jeder Beitrag respektiert die Vorgeschichte mit Fakten und Genre.

Redaktion: Alle AutorInnen der direkten Nachbarschaft übernehmen die Redaktion für jeden neuen Text.

Mit diesen einfachen Regeln sollte der Buchbaum ordentlich wachsen und in jedem Teil interessant sein.

Dank des Inzestverbots liest man stets Folgen von wechselnden AutorInnen.

Die Stammbindung sichert trotzdem die Konsistenz jeden Geschichtsverlaufs.

Irgend jemand muß Redaktion halten, und hier zeigen die AutorInnen Teamgeist.

Stilistische Maxime

Qualität: Klischee-Klippen und Erwartungs-Sandbänke sind zu umschiffen.

Phantasie: Kühnes Erschaffen möglicher Welten statt Recherchenroutine.

Spannung: Fragen folgen Antworten, Geheimnisse wachsen aus Erkenntnissen... Drama!.

Keine Koma-verständlichen Texte, im Gegenteil: Der Leser soll sein Bier vergessen!

Oh ja, das ist schwierig mit der Kunst, aber wer strebend sich bemüht...

 

Ethische Bedingungen

Ehrlichkeit: Niemand schreibt irgendwo irgendetwas ab.

Selbständigkeit: Jeder ist für seine Beiträge persönlich verantwortlich.

Kollegialität: Alle Einwände gegen Kollegentexte beschränken sich auf die umstehenden Regeln.

Achtung: Niemand entwürdigt, beleidigt, diskriminiert oder verleumdet andere Menschen in seinen Texten.

Offenheit: Alle Texte sind jugendfrei und ohne Werbung für Kommerz, Parteien, Ideologien oder Psychosekten.

Das ist unter ehrlichen Menschen eigentlich alles selbstverständlich, aber es ist nicht falsch, es offen auszusprechen.
Allzu schnell wird man von der eigenen Eitelkeit oder von dieser oder jener Interessengruppe instrumentalisiert.
Hier empfiehlt sich die Maxime der Offenheit, die selber Offenheit hervorbringt.

 

Technische Bedingungen

Umfang: Textäste sind zwischen 3000 und 10.000 Textzeichen lang.

Format: Texte bestehen nur aus Fließtext ohne Attributen und formalen Gestaltungen.

Sprache: Texte haben korrekten Satzbau und folgen den Konventionen der deutschen Grammatik.

Modernität: Erstellung, Austausch und Publikation erfolgen weitgehend über Internetmedien.

Diese Beschränkungen erklären sich aus den technischen Rahmenbedingungen.

Kunstschmälernd sind sie nicht. Wer gute Texte schreiben kann, braucht keine Experimente mit Schriftarten oder Sprachsplittern, keine Goldfederhalter oder Ledereinbände.

Diese Buchbäume sollen die Leser direkt und aktuell erreichen, ohne Material- und Versandkosten.
Die modernen Digital-Medien machen genau dies möglich, nutzen wir sie!

 


 

Das Projekt folgt der Idee der Lokalen Literatur und möchte das Schreiben wieder in die Mitte des Menschenalltags zurückbringen.

Menschen schreiben direkt für ihre Mitmenschen.
Sie umgehen die Knechtverträge und erdrückenden Vermarktungsketten der Buchindustrie.
Schreiben wird wieder zum sozialen Medium, ohne Bestseller-Utopien, Neppverlagen oder Schreibschulenkommerz.

 

Falls Sie interessiert sind, sprechen Sie uns an:

info@flugfeldgeschichten.de